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Freitag, 6. Dezember 2019
Weltkulturrallye Drucken E-Mail
Geschrieben von Gernot Kronberger   

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Weg von der extremen Sportlichkeit, hin zu maximalem Genuss, die 14. Garanta Wachau Classic trägt dem allgemeinen Trend Rechnung.

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Sportlich, selektiv, anspruchsvoll, hart und herausfordernd,  trefflicher konnte die Wachau Classic in der Vergangenheit nicht charakterisiert werden. Zwar gelten diese Attribute nach wie vor für die rein mechanisch gefahrene „Sport-Classic“, der verschärften Rallye-Version, mit teilweise navigations-intensiven und giftig zu fahrenden Schnittprüfungen, dennoch spricht die Teilnehmerliste eine komplett andere Sprache. Zwei Drittel der knapp 70 Teams starten in der Klasse „Weekend-Trophy“, der entschleunigten, etwas kürzeren und landschaftlich reizvolleren Variante der Garanta Wachau Classic. Auch bei den antretenden Rallye-Legenden bietet sich ein ähnliches Bild. Lediglich Rauno Aaltonen nimmt die sportliche Variante auf Mini Cooper in Angriff, währendessen Rudi Stohl (Lada 1300S) und Herbert Grünsteidl (BMW 2002) auf Fahrspaß und Landschaft setzen.  Das „Team Neger“ hat offenbar die Zeichen der Zeit erkannt, den reinen Wettbewerb hinter Genuss und Erlebnis einzureihen.  


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Und plötzlich ist die bei Classic Rallyes so schmerzlich vermisste Marken- und Typenvielfalt wieder vorhanden. Bei Schloss Luberegg, dem Rallye-Zentrum nahe Emmersdorf, finden sich neben den üblichen Rallye-Geschossen auch eine Abordnung von 5 Vorkriegs-Hanomag der Typen Autobahn, Kurier und Rekord, mehrere VW Käfer der frühen Baujahre und einige MG TA und TD ein. An zwei Fahrtagen gilt es, die traumhafte Landschaft des Nibelungengau, und UNESCO-Kulturerbe Wachau zu erleben. Durch die Weinberge führt die Strecke weiter ins Kremstal zum legendenreichen Dunkelsteiner-wald, durch das südliche Waldviertel bis hin zu den Voralpen und durch die Genussregion Mostviertel. Stimmungsvolle Zwischenstopps, Buschenschank an der Donau oder publikumsnahe Timingprüfungen wie in St. Pölten ergänzen die „Weekend-Trophy“ zu einem gelungenen Gesamtkunstwerk. Organisatorisch eine Meisterleistung, zumal es Harald Neger und seinem Team gelingt, die unterschiedlichen Abläufe der beiden Klassen, „Sport“ und „Weekend“, zu koordinieren. Man behindert einander nicht auf der Strecke und kann die Pausen dennoch gemeinsam genießen, ein wirklich gelungenes Konzept.


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Für 2016 ist bereits Feintuning für die Garanta Wachau Classic geplant. Die Vorverlegung des Termins auf 9.-11. Juni 2016 soll das Erlebnis Schiffahrt mit Siegerehrung auf der Donau nebst Schauspiel der stimmungsvollen Sonnwend-feiern ermöglichen. Schloss Luberegg bleibt als Zentrum erhalten und das Rahmenprogramm soll die eine oder andere Überraschung (Wachau Ring) parat haben. Unter www.wachauclassic.at werden laufend Neuigkeiten präsentiert. Der Vollständigkeit halber ehren wir die Sieger der 14. Garanta Wachau Classic, Fritz Jirowsky/Gerhard Soukal (Alfa Romeo 2000 GTV), „Sport Classic“, und Margit Bichler/Christoph Bichler (VW Käfer-ARBÖ), „Weekend Trophy“. Herzliche Gratulation den Siegern und den Organisatoren!

Photos: Wolfgang Simlinger

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