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Mittwoch, 14. November 2018
Klassik trifft Moderne Drucken E-Mail
Geschrieben von Christian Sandler   

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46. AVD Oldtimer Grand Prix 2018 auf dem Nürburgring
Photos: R. Dolega und B. Schaaf-Dolega, Christian Sandler

Traditionell am zweiten August-Wochenende hielt der AvD am Nürburgring, in der Hocheifel, den Oldtimer Grand Prix ab. Ausgabe Nummer 46 (nicht VR 46) stand am Pflichtprogramm für alle Automobil-Enthusiasten.


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Diesmal hat sich der Veranstalter etwas ganz lässiges einfallen lassen. Man holte sich den Porsche Carrera Cup Deutschland mit ins Boot, immerhin der spannendste Markenpokal, den es derzeit gibt. Somit war für jeden der 52.000 Zuschauer etwas dabei, historisch oder brandaktuell – immerhin wurden 15 Rennen angeboten. Wer sich bei diesem Angebot an Rennboliden nichts Passendes gefunden hat, war selber schuld.


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Prächtiges, daher ungewohntes, Eifelwetter setzte dem ganzen noch die Krone auf. Ein OGP-Wochenende ohne Friesennerz und Wassereinbruch im Zelt. Das ganze hatte aber einen kleinen, unangenehmen Beigeschmack, wurden doch vorm Dorint-Hotel ein Mercedes SL 300 Flügeltürer und in Adenau vorm Sonnenhof ein Porsche 356 entwendet. Ob der/die Dieb/Diebin solche Schätze an den/die Mann/Frau bringen kann, ist eine eigene Geschichte.


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Unzählige Motorsportgrößen, wie Christian Danner, Harald Grohs, Arturo Merzario, Peter Oberndorfer, Derek Bell, Leopold von Bayern und sogar Clive Chapman (Sohn von Colin) gaben sich im Fahrerlager publikumsnah.


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Die faszinierendsten Rennwagen gab es bei den Läufen zur FIA MASTERS HISTORIC FORMULA 1 CHAMPIONSHIP. 19 Boliden aus der Ära von 1970–1983 waren am Start. Ein buntes Starterfeld aus einer Epoche, in der man von weitem die Fahrzeuge schon erkennen konnte, mit richtig dicken Reifen und dem unvergesslichen Sound der 3-Liter-Ära. Hesketh, Arrows, Shadow, Lotus, Brabham, Tyrrell, March und Ensign waren die Protagonisten, an die sich nur mehr die älteren Jahrgänge erinnern können. Lauter und spannender, als die aktuelle Königsklasse war es auf jeden Fall.


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Ebenso aufregend waren die Fahrzeuge und Läufe der FIA MASTERS HISTORIC SPORT CAR CHAMPIONSHIP. Hier konnte man die Le Mans-Prototypen und Sportwagen der 60er- und 70er-Jahre live erleben. Unzählige Chevrons, Lolas und sogar ein Porsche 917 in den legendären Gulf-Farben kämpften beherzt um die Plätze. Dr. Armin Zumtobel im Porsche Carrera 906 hielt aus österreichischer Sicht die Fahne hoch.


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Sensationell, sowohl qualitativ als auch quantitativ, waren die Startfelder zur Deutschen Rennsportmeisterschaft, Tourenwagen Revival und Tourenwagen Classics. Mercedes, Audi, Ford, Alfa und BMW in allen nur erdenklichen Varianten kämpften hier um die Plätze. Zu den Highlights zählten die zeitlos schönen und bärenstarken BMW M1 Procar sowie die Porsche 934/935 in ihrer letzten Ausbaustufe.


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Als extrem spannend und unterhaltsam entpuppten sich die Läufe der zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1961. Da rauften sich Juwelen wie Bizzarini, Porsche, Mercedes, Lotus, Alfa, Lister, Jaguar und Maserati um die Plätze. In diesem Feld mit 43 Startern fühlt sich KR Egon Hofer mit seinem Cooper Monaco am wohlsten, Platz sechs am Sonntag konnte sich sehen lassen.


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Beim Porsche Carrera Cup bleibt die Farbe rosa das Maß aller Dinge. Der Linzer Thomas Preining konnte im BWT Lechner Porsche mit Platz zwei im ersten und Sieg im zweiten Lauf die Führung in der Meisterschaft von seinem Teamkollegen Michael Ammermüller übernehmen.


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Formel-Junior-Fahrzeuge, Formel 3, Masters Endurance Legends, die Geschichte der Firma Skoda, das historische Fahrerlager und vieles mehr, rundeten das prall gefüllte Veranstaltungsprogramm ab. Alles aufzuzählen, würde ein Buch füllen, daher mein Tipp: Unbedingt im nächsten Jahr vorbeischauen, es wird in etwa so grandios sein, wie heuer.

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