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Donnerstag, 26. November 2020
Mécanique Avion Traction Drucken E-Mail
Geschrieben von Christian Sandler   

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Christian Sandler besuchte für uns das Matra Museum in Romorantin-Lanthenay

Frankreich war schon immer eine Reise wert, Paris – die Stadt der Liebe, Le Mont St. Michel oder die Filmfestspiele in Cannes. Als Motorsport- und Automobilfreund muss man mindestens einmal im Leben nach Le Mans, um dort das 24-Stunden-Rennen zu erleben. Aus dem deutschsprachigen Raum kommend, ist der schnellste Weg ab Paris, über Chartres auf der A11 nach Le Mans.

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Für die aber, die es nicht ganz so eilig haben, ist ein kleiner Umweg über Romorantin-Lanthenay zu empfehlen. Hier, in einem kleinen Seitental des Loire-Tales, verbirgt sich das feine Matra- Museum. In einem Gebäude, in dem früher die Firma Beaulieu Filmkameras herstellte, unweit der ehemaligen Fabrikshallen des französischen Autobauers, findet man auf zwei Etagen die ganze Firmengeschichte.


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Mécanique Avion TRAction, kurz Matra, war ein im Jahr 1941 während der deutschen Besatzungszeit gegründetes französisches Unternehmen in den Bereichen Flugzeug- und Rüstungs-bau sowie der Kunststoffverarbeitung. Der militärische Sektor ist heute im Airbus-Konzern eingegliedert. Die Automobilsparte des französischen Autobauers hatte eine sehr wechselvolle Geschichte und wurde durch verschiedene Übernahmen geprägt. Zuerst Chrysler (Simca), dann der PSA-Konzern (Talbot) und zuletzt Renault, 2003 wurden die Hallen für immer geschlossen. Sämtliche Automobile wie der Matra Djet, Matra 530, Talbot-Matra Murena (Bagheera), Talbot-Matra Rancho, sind hier liebevoll ausgestellt. Matras Design-Abteilung gehört heute zu Pininfarina und war seinerzeit für die Entwicklung des Renault Espace federführend.

In sämtlichen Facetten wird Matras Rennsporthistorie präsentiert. Die französischen „National-rennwagen“ gewannen nicht nur mit Jackie Stewart 1969 den Formel 1-Titel, sondern auch von 1972–1974 die 24 Stunden von Le Mans.


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Sämtliche Motorsportgrößen wie Graham Hill, Henri Pescarolo, Chris Amon, Francois Cevert griffen für Matra ins Lenkrad. Das Kreischen des 12-Zylinder-Motors der Matra-Prototypen und Formel 1-Rennwagen ist sicher noch vielen Motorsport-Begeisterten in Erinnerung. Nicht nur ALLE von Matra gebauten Boliden sind hier zu bewundern, sondern auch Rennfahrzeuge mit Geschichte von anderen Herstellern, wie Porsche, Ferrari oder Mercedes. Es werden auch immer wieder verschiedene Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen abgehalten. Freundliches Personal und ein nettes Bistro laden zum Verweilen ein.

Mein Tipp – unbedingt anschauen!

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