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Montag, 23. September 2019
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Geschrieben von Erich Fries   

Heft bestellen - Der Motorsegler H-36 Dimona von Wolf Dietrich Hoffmann

Bilder: H-36 / Geistmann
HK-36 Super Dimona / Keimel

ImageDipl.-Ing. Wolf Dietrich Hoffmann wurde am 29. 12. 1949 in Waldbröl/Rheinland geboren. Er besuchte in Freiburg das Gymnasium. Anschließend studierte er an der TU München sechs Jahre lang Luft- und Raumfahrttechnik. Bei der Akaflieg München arbeitete er an der Mü-27 und machte gleichzeitig seine Segelflugausbildung in Königsdorf. Nach seinem Studium ging Hoffmann 1977 zwei Jahre zur Firma Scheibe-Flugzeugbau GmbH in München/Dachau. Dipl.-Ing. Egon Scheibe gründete das Unternehmen am 30. Oktober 1951. Er war Hersteller von Segelflugzeugen, Motorseglern, Ultraleichtflugzeugen und ImageMotorflugzeugen. Hoffmann arbeitete von 1977 bis 1979 als Konstruktionsleiter, wobei er für Konstruktion und Bau des Kunststoff-Segelflugzeuges SF-34 verantwortlich zeichnete.
Hoffmann gründete im Jänner 1980 die Wolf Hoffmann Flugzeugbau KG in Haimhausen bei München. In einer Industriehalle entstand der Entwurf, die Konstruktion und der Bau eines "Mockup", einer Attrappe des Prototyps der H-36, im Maßstab 1:1 und danach ein flugfähiger Prototyp.
Prototyp flog zum ersten Mal am 7. Oktober 1980 am Flugplatz Königsdorf. In der Folge wurden weitere zwei Maschinen gebaut.
ImageZusammen mit der Münchner Niederlassung der IDI-Aviation Produktion Ltd. wurde die Industrie–Entwicklungs- und Investitionssysteme GesmbH & Co. Flugzeugbau-Beteiligungs KG in München gegründet. IDI sollte dabei als Finanzier des Motorseglerprojekts H-36 auftreten. Um die Lohnkosten niedrig zu halten, war die Serienproduktion vorerst in Dimona geplant. Da diese Kooperation nach dem vorgesehenen Muster nicht durchgeführt werden konnte, sah sich Hoffmann nach einem weiteren Partner in Österreich um.
ImageEine Produktionshalle konnte in Friesach-Hirth/ Kärnten gefunden werden. Der Firmennamen lautete 1981 nun "Hoffmann-Flugzeugbau-Friesach GesmbH." Die Produktion, der "Dimona", mit Limbachmotor, begann, dann im Mai 1981. Das Produktionsende war Mitte 1984 nach Auslieferung der 148. Maschine. Die Gründe waren Entwicklungsprobleme, zu hohe Kosten, eine kleine Halle, und der Umstand, dass eine geplante Übersiedlung zum Flughafen Klagenfurt nicht möglich wurde.
Inzwischen wurde die Übersiedlung der Produktion Wolf Hoffmann Flugzeugbau KG zum Flugplatz Günzburg bei Ulm vorbereitet. ImageDort begann die Weiterentwicklung der Dimona unter dem Namen H-36 Mk II. Die Fortsetzung der MK H-36 Dimona wurde dann als HK-36 Super Dimona durch die Diamond Aircraft Industries produziert. Die Konstrukteure der Super Dimona waren Wolf Hoffmann und Dieter Köhler.
 
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