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Sonntag, 30. April 2017
Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“ Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   

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 Meilensteine aus der Automobil- und Motorradgeschichte  gibt es ab 7.  Juli 2011 am Fuße Österreichs höchstem Berggipfel, dem Großglockner, zu bewundern. Im Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, auf 2.365 Metern Seehöhe,  wird  „die Erfolgsgeschichte des Automobils“ als die höchst gelegene Automobil-Ausstellung der Welt zu sehen sein.

Rund 30 historisch wertvolle Vehikel aus der Automobil- und Motorradgeschichte werden Anziehungspunkt der Dauerausstellung sein.  Der Themenschwerpunkt „Großglockner“ beleuchtet zudem die Auto- und Motorradgeschichte aus der Perspektive der wohl schönsten Alpenpanoramastraße Europas.

Ein spezieller Ausstellungsteil präsentiert mit Martin Schneeweiß den schnellsten österreichischen Motorradrennfahrer der  int. Großglockner Rennen der 1930er Jahre, den „Rennprofessor“ Dr. Helmut Krackowizer und seiner Beziehung zur Großglockner Hochalpenstraße sowie die drei internationalen Großglockner Rennen 1935, 1938 und 1939.  Unter anderem kann man eine Rudge Racing Special 250 cm³ aus dem Jahr 1932 von Prof. Krackowizer sehen.
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Dauerausstellung „125 Jahre Automobilismus“
Eröffnung: 7. Juli 2011
Ort: Besucherzentrum der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe  an der Großglockner Hochalpenstraße.
Eröffnungshighlights: Zweiter Marcus Wagen (Replika), Benz Patent Motorwagen  (Replika) - das erste Automobil, Formel 1 Showcar 2010 von Sebastian Vettel u.v.m.

Der Großglockner und die Motorisierung

Als im Jahr 1922 eine Gruppe österreichischer Experten Pläne für eine Straße über das Hochtor vorlegte, ernteten sie vorwiegend Spott. In einer Zeit, in der es in Österreich, Deutschland und Italien erst 154.000 Pkw, 92.000 Motorräder und knapp 2.000 km asphaltierte Überlandstraßen gab, durchlitt Österreich die wirtschaftlich katastrophalen Folgen der Niederlage im Ersten Weltkrieg.

Selbst der bescheidene Entwurf eines drei Meter breiten Schottersträßchens mit Ausweichen auf Sichtweite mutete damals wie Luftschlossarchitektur an. Den Anstoß zum Bau einer Straße, die karge Alpentäler dem automobilen Fremdenverkehr erschließen sollte, gab 1929 der New Yorker Börsenkrach.

Am 30. August 1930, um 9.30 Uhr, drückte der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl den Auslöser für die ersten einhundert Sprengschüsse in Ferleiten. Vier Jahre später lieferten die treibenden Kräfte dieses Straßenbaues, der Salzburger Landeshauptmann Franz Rehrl und der Techniker Franz Wallack, eine Sensation.  Mit einem adaptierten "Steyr 100"-Wagen gelang ihnen auf der Bautrasse die erste Alpenüberquerung in einem Pkw.                                                           

Nochmals ein Jahr später wurde die Großglockner Hochalpenstraße am 3. August 1935 eröffnet und tags darauf mit einem internationalen Auto- und Motorradrennen zünftig in Betrieb genommen.

Mit 120.000 Gästen hatten 1930 die Planer gerechnet, doch die touristische Attraktion dieser Straße zog 1938 bereits knapp 375.000 Besucher in 98.000 Fahrzeugen an.

 
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