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Mittwoch, 28. Juni 2017
Pebble Beach: Bugatti feiert Weltpremiere seiner Legende „Jean-Pierre Wimille“ Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   

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Bugatti gibt auf der Monterey Car Week, einer der prestigeträchtigsten Automobil-Shows der Welt, den Startschuss für seine sechsteilige exklusive Edition „Les Légendes de Bugatti“ (Bugatti-Legenden). Im Rahmen des The Quail/Pebble Beach-Wochenendes feiert die französische Luxusmarke die Weltpremiere ihres erstes Legenden-Fahrzeugs, das den Namen „Jean-Pierre Wimille“ trägt. Diese Legende wird – wie alle fünf folgenden – auf drei Fahrzeuge limitiert sein.

Bugatti ehrt damit seinen früheren Werksfahrer, der im Jahr 1937 den ersten Sieg für die Marke beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans errang und diesen Triumph zwei Jahre später noch einmal wiederholte. Das Legenden-Fahrzeug basiert auf dem Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse und folgt in der Gestaltung seinem historischen Vorbild, dem Rennwagen Wimilles von 1937, einem Bugatti Typ 57G Tank.

„Mit unserer ersten Legende ‚Jean-Pierre Wimille‘ lassen wir die Rennsportgeschichte Bugattis wiederaufleben, die im Le Mans-Sieg von 1937 einen fulminanten Höhepunkt erlebte“, erläutert Dr. Wolfgang Schreiber, Präsident von Bugatti Automobiles S.A.S.


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„Bugatti hat eine große Tradition. Unsere Kunden und Fans haben ein tiefes Verständnis für die Geschichte der Marke“, so Schreiber weiter. „Die Legenden zeigen die große Kreativität und die unglaublichen handwerklichen Fertigkeiten, die einen modernen Bugatti ausmachen. Die hochwertige Verarbeitung von authentischen Materialien in Handarbeit ist – neben den überragenden fahrdynamischen Eigenschaften – der Kern dieser Marke.“ „Historie modern zu interpretieren, ist eine spannende Herausforderung“, sagt Bugatti- Chefdesigner Achim Anscheidt. „Für die Wimille-Legende haben wir das Thema Le Mans und 57G Tank mit seiner außergewöhnlichen graphischen Gestaltung über die Lackierung und die Details außen und besonders im Innenraum erarbeitet.“

Die Bugatti-Legende „Jean-Pierre Wimille“ basiert auf dem Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, dessen 8-Liter-W16-Motor enorme 1.200 Pferdestärken und ein Drehmoment von beispiellosen 1.500 Nm bei 3.000 bis 5.000 U/min auf die Straße bringt sowie in 2,6 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt. Mit der im April 2013 offen gefahrenen Höchstgeschwindigkeit von 408,84 km/h hält der Vitesse den Geschwindigkeitsweltrekord für offene Seriensportwagen.


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Das Außen- und Innendesign des Fahrzeugs lassen bereits auf den ersten Blick die Nähe
zum historischen Vorbild, dem Typ 57G Tank, erkennen.

Exterieur: Die vollständig aus Carbon bestehende Karosserie des Legenden-Vitesse „Jean Pierre Wimille“ erstrahlt – wie beim Typ 57G Tank – in der Farbe Blau, die für französische Rennfahrzeuge der damaligen Zeit charakteristisch war. Der Colour-Split des historischen Fahrzeugs von Hell- und Dunkelblau wurde beim Vitesse mit großem technischen und handwerklichen Aufwand – oft über Bauteile hinweg verlaufend – umgesetzt: Perfekt gearbeitetes dunkelblaues Sicht-Carbon steht in harmonischem Kontrast zu der für dieses Modell neu kreierten hellblauen Lackierung „Bleu Wimille“, die dem Farbton des 57G Tank in Originaltreue folgt. Der gesamte vordere Teil des Fahrzeugs, die Seitentüren und die Bereiche hinter den Türen, die so genannten „Medaillons“, sind in „Bleu Wimille“ lackiert. Lediglich der obere Teil der vorderen Kotflügel bleibt hier in dunkelblauem Sicht-Carbon, wodurch das markante Design des historischen Rennwagens, die „Wimille Stripes“, entstehen.


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Die hellblaue Lackierung findet sich darüber hinaus an der Unterseite des markanten Heckflügels, auf die als besonderer Blickfänger und Referenz an den ersten Sieg Wimilles in Le Mans die historische Silhouette der berühmten Rennstrecke in Silber auslackiert angebracht wurde. Als weitere Bezüge zu Wimille wurde die Signatur des Rennfahrers in die dunkelblau lackierten Tank- und Öldeckel eingelasert.

Interieur: Das Thema der zwei Blautöne und die Liebe zum Detail prägen auch das Interieur. Dachhimmel, Fußraum und Sitzmittelbahnen sind in „Bleu Wimille“ gehalten, die Wangen der Sitze sind dunkelblau und geben ihnen somit Kontur. Dieses Dunkelblau – „Lake Blue“ – setzt sich am Armaturenbrett, an der Mittelkonsole sowie in den Türen fort und bildet den farblichen Kontrapunkt im Fahrzeuginnenraum. Für feine Akzente sorgen Ziernähte in kontrastierendem Hellblau.

Als Hommage an die Herkunft des Fahrers, des Wagens und der Marke haben die Bugatti- Designer eine besondere Ziernaht in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot entwickelt, die am Lenkrad und am Wählhebel zum Einsatz kommt und so beide Teile äußerst elegant in Szene setzt. Die Kopfstützen der Sitze ziert, in „Bleu Wimille“ eingestickt, die Signatur von Jean-Pierre Wimille. Auch im Fahrzeuginnenraum erweist Bugatti Le Mans seine Referenz: So glänzt die Silhouette der Rennstrecke als gefrästes und poliertes Aluminiumrelief, prominent direkt unter dem EB-Logo in die aus dunkelblauem Sicht-Carbon bestehende Klappe des hinteren Ablagefachs eingelassen.


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Weitere spezifische Legenden-Merkmale im Fahrzeug sind ein Einleger aus Sicht-Carbon an der Verlängerung der Mittelkonsole, der das Legenden-Logo mit dem berühmten Bugatti- Elefanten trägt, sowie die Türeinstiegsleisten mit dem Konterfeit und der Signatur von Jean-Pierre Wimille.

Für die Weltpremiere der Legende „Jean-Pierre Wimille“ ist es Bugatti gelungen, den Rennwagen, den Wimille 1937 als Sieger über die Ziellinie von Le Mans steuerte, nach Monterey zu bringen. Der Typ 57G Tank wurde Bugatti vom renommierten Simeone Foundation Automotive Museum in Philadelphia zur Verfügung gestellt.

„Unser Legenden-Vitesse ‚Jean-Pierre Wimille‘ ist die moderne Interpretation des 57G Tank. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die Liaison der Geschichte und Gegenwart Bugattis hier so eindrucksvoll präsentieren können und danken Dr. Fred Simeone für dessen großartige Unterstützung“, betonte Dr. Wolfgang Schreiber, Präsident von Bugatti Automobiles S.A.S., am Rande der Präsentation.


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Der Typ 57G Tank wurde in Molsheim in den Jahren 1936 und 1937 gebaut. Insgesamt verließen nur drei Fahrzeuge die Bugatti-Manufaktur im Elsass. Mit diesem Rennwagen wollte Bugatti den französischen Rennsport wieder zu neuen Erfolgen führen, da es zu jener Zeit stets Fabrikate ausländischer Hersteller waren, die die Siege einfuhren. Auf Initiative Jean Bugattis, Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti, sollte ein Sportwagen entwickelt werden, der bei Langstreckenwettbewerben eingesetzt werden konnte. Um einen möglichst niedrigen Schwerpunkt zu erzielen, entschied man sich für das serienmäßige Typ 57S Chassis mit Bugatti-3,3-Liter-Reihenachtzylinder und einem Radstand von 2,98 m als Basis.

Der Motor des 57G Tank entwickelt etwa 200 PS, dreht problemlos bis 6.000 U/min, und dank der aerodynamisch gestalteten Karosserie konnten damals schnell höhere Geschwindigkeiten erreicht werden als die der Konkurrenz. Der Wagen war von Anfang an auf Erfolgskurs – stets mit Jean-Pierre Wimille am Steuer. Seine ersten Siege fuhr der 57G Tank 1936 beim Grand Prix de l’A.C.F. in Montlhéry sowie
beim Grand Prix de la Marne ein.

Für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans am 19. und 20. Juli 1937 meldete Bugatti zwei Rennwagen dieses Typs. Der erste Wagen wurde von den Werksfahrern Pierre Veyron und Roger Labric gefahren, am Steuer des zweiten Tank saßen Jean-Pierre Wimille und Robert Benoist. Schon nach kurzer Zeit ging Wimille in Führung und gewann das Rennen schließlich – mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 136,99 km/h und einer Gesamtdistanz von 3.287,938 km. Damit hatte er den ersten Gesamtsieg für Bugatti in diesem legendären Rennen überhaupt errungen – und wurde zur Legende für die Marke.

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