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Freitag, 18. August 2017
Italienisch-Amerikanische Freundschaften Drucken E-Mail
Geschrieben von Christian Spatt   

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Sergio Marchionne ist ist ja aktuell branchenintern in aller Munde, bloss, wer hats erfunden?

Wenn man von fragwürdiger Zusammenarbeit in der Branche der ungewöhnlichen, oder besser ganz gewöhnlichen Geldbeschaffung absieht (Filme wurden darüber gedreht, Bücher geschrieben), dann stößt man früher oder später unweigerlich auf Moto Guzzi.

Es begab sich im 1969, daß Moto Guzzi eine Ausschreibung des LAPD gewann und als erster Nicht-Amerikanischer Hersteller überhaupt die Polizei von LA mit der V7 Polizia im bekannten Design mit dem Windschild und den Seitentaschen belieferte. 750 ccm hatte der Murl seinerzeit.

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2013 schloss man nach dem Neustart 2005 in Mandello an die große Tradition der Italienisch-Amerikanischen Freundschaft an, mit der Neuauflage der California.

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Aufmerksame Leser kennen die California Touring ja bereits, wurde sie von Austro Classic letztes Jahr gen Westen gesteuert (und wieder retour, war aber weniger romantisch).
 
Die nackte Schwester ist unterm Strich dann doch ein bisserl anders. Der Vergleich ist allerdings nicht ganz fair, da bei der Custom doch ein klein wenig nachgebessert wurde. Einerseits schmucke Intarsien, die allesamt cool aussehen, aber letztlich auf die Fahreigenschaften wenig bis keinen Einfluss haben... keinen genaugenommen... andererseits dann schon spürbar das Akkustik-System. Sprich schöne, laute Auspuffrohre, die aber wohl auch eine Leistungskomponente neben der akkustischen haben.

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Wenn man die beiden Ausgaben dieses 1400 Kubik Monsters vergleicht, dann kann man sagen, die Touring ist der gemütlicher Cruiser, die Custom will hingegen schon aktiv gefahren werden. Natürlich spielt da auch das Windschild mit, daß die Touring noch gemütlicher macht, aber auch die Abstimmung und das Auspuffsystem.

Der grosse, genaugenommen kleine Kritikpunkt ist aber immer noch der Tank. Wenn man einigermassen unterhaltsam fahren will, ist nach 200 km Sense, und gerade auf einem Motorrad wie der California könnte man schon deutlich weiter fahren.

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Quasi gleichzeitig mit der California wurde 2012 die V7 ebenfalls neu aufgelegt, als Stone oder als Racer, auch diese schließt an die historischen Wurzeln der V7, die dann den Weg über den Teich gemacht hat, an.

Heuer als V7 750 im Sortiment ist sie eine nette Reminiszenz an die Vergangenheit. Im Stil der der 70er und 80er, hübsch anzusehen, aber leider auch ein bisserl in der Vergangenheit geblieben, was die Fahreigenschaften angeht.

Insbesondere wenn man von der California kommt, wirkt sie ein wenig wackelig, und vorallem das Getriebe ist gatschig. Aber schön anzusehen ist sie in jedem Fall.
 
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