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Mittwoch, 18. Oktober 2017
„Durchbruch“ im Industrieviertel: 60 Kulturprojekte beim Viertelfestival Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   

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Unter dem Motto „Durchbruch“ bietet das Viertelfestival NÖ vom 9. Mai bis 9. August 2015 60 Kunstprojekten eine Bühne „vor der Haustür“.

Das „Viertelfestival NÖ – Industrieviertel 2015“ findet vom 9. Mai bis 9. August 2015 statt.

Unter dem diesjährigen Festival-Motto „Durchbruch“ werden 60 Kunst- und Kulturprojekte – 11 davon sind Schulprojekte – umgesetzt. Die Projekte befassen sich künstlerisch mit den Besonderheiten der Region und zeichnen sich durch experimentelle Zugänge und Originalität aus.


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„Das Viertelfestival NÖ verfolgt seit seiner Gründung konsequent eine ungewöhnliche Positionierung.

Abseits von Mainstream- und Eventkultur hat sich das Festival als unverzichtbarer Impulsgeber für kulturelle Initiativen der Region profiliert“ erklärt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. „Als Spezialitätenladen mit seiner festen regionalen Verankerung trägt das Viertelfestival auch abseits urbaner Zentren als wichtiger Impulsgeber zur Stärkung von Identität und Selbstbewusstsein in den Regionen bei“ so der für Kultur zuständige Landeshauptmann.

Das diesjährige Festival-Motto lautet „DURCHBRUCH“. Es fordert dazu auf, sich mit dem Lebensraum Industrieviertel auseinanderzusetzen. Dieser Teil Niederösterreichs hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, geprägt von einem rasanten Aufstieg als Technik- und Industriestandort und einem schleichenden Niedergang nach zwei Weltkriegen (nach 1945). Heute beheimatet das Viertel sowohl prosperierende Wirtschaftsräume als auch Gebiete mit unklaren Entwicklungsprognosen. Die Projekte sollen mit den Mitteln von Kunst und Kultur die aktuelle Position und seine Chancen und Risiken für die kommenden Jahre und Jahrzehnte bewerten. Haben die Region und ihre Menschen das Potential für eine positive Entwicklung, für einen „Durchbruch“ hin zu neuen Themenfeldern?


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Vor diesem Hintergrund befassen sich viele Kunstschaffende mit der Bedeutung von Technik und den Folgen des technischen Fortschritts. Auch der respektvolle Umgang mit Rohstoffen und menschlichen Ressourcen, Fragen ökologischer Energiegewinnung oder Aspekte regionaler Arbeits- und Wirtschaftsgeschichte werden thematisiert. Einige Projektbeispiele:

Die Theatergruppe „Showmotions“ bringt mit Jura Soyfers „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“ eine brandaktuelle Sozialsatire über die Industrialisierung und ihre Folgen auf die Bühne. Unter dem Titel „Musica et Sermo“ bringt der Weinviertler Komponist Daniel Muck neue Eigenkompositionen, Werke von Modest Mussorgsky und Ottorino Respighi sowie antike Originaltexte im Archäologischen Park Carnuntum zu Gehör. Heaven & Hell, Christoph Amelin und Polka Streng spielen in den Werkshallen der Zementwerk Mannersdorf Musik von Jazz über Chansons bis Rock und böhmische Polkas. Udo Mayrhold dokumentiert unter dem Titel „Schwarza*Bruch“ die Landschaft entlang der 78 Kilometer langen Schwarza fotografisch und filmisch. „WECHSELWOLLE“ heißt Isabella Scherabons Filzkunstwanderweg, mit bzw. auf dem die Filzkünstlerin nachhaltig hergestellte Filz-Designkunst der interessierten Öffentlichkeit vorstellt. Norbert Mang präsentiert im zweiten Teil seiner „Energie-Trilogie“ den „Carl-Ritter-von-Ghega-Gupf“, ein mithilfe von Windkraft und Elektrolyse ökologisch produziertes Bio-Konfekt. Elisabeth Zwinz organisiert die Präsentation „Technischer Durchbrüche“ durch sechs Museen des Industrieviertels. Im Rahmen von Conrad Heßlers Projekt „Gedankenwelten|Weltgedanken“ porträtieren BerufsschülerInnen aus dem Industrieviertel jugendliche AsylwerberInnen. Katharina Mayer-Müllers „Schnuffiwurst“ ist ein Figurentheaterstück über Freud und Leid des Lebens mit, ohne und rund um den Hund – geeignet für die ganze Familie!

Viertelfestival NÖ – Industrieviertel 2015
www.viertelfestival-noe.at


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Photos: Chiara Ladinig & Karina Tösch, Pressefoto Votava, Elena Schwarz, Reinhard David, pxabay.com

 
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