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Donnerstag, 26. November 2020
Am Himmel über dem Salzkammergut wohnt ein Oldtimerfan ... Drucken E-Mail
Geschrieben von Hannes Denzel   

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6te FranzJosefsFahrt für Uraltmotorräder in Bad Ischl 15./16. Oktober 2016

Da hat man einen Park vollgestopft mit Motorradraritäten unter denen jede einzelne Maschine bei einer anderen Veranstaltung das absolute Highlight wäre, und dann drehen sich alle Gespräche ums Wetter! Wobei der milde, sonnige Herbsttag deshalb für so viel Gesprächsstoff sorgte, weil die Wettervorhersage eigentlich eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 % prognostiziert hatte. Davon haben sich vermutlich viele – ohne Grund – abschrecken lassen, genau 43 derjenigen, die zugesagt oder genannt hatten, sind nicht gekommen zur sechsten FranzJosefsFahrt für Uraltmotorräder bis Baujahr 1929. Trotzdem drängten sich gut 100 Motorräder – alle vor Baujahr 1930 – im passenden Ambiente des Kurparks. Gelegenheit für die zahlreichen Zuschauer, eine Zeitreise in die Motorgeschichte zu machen, und lange vergessen geglaubte Hersteller zu entdeckcn. Auch österreichische Hersteller, denn nicht weniger als neun Marken aus heimischer Produktion ließen sich aufspüren (neben Puch waren anwesend: Smart, York, Bock & Hollender, Noricum, DSH, MT, Delta Gnom und Titan). Aber auch die deutschen Gäste konnten Schätze aus ihrer Heimat bestaunen, neben BMW z. B. TMW, Ardie, Zündapp, Opel,  Schüttoff, NSU, Imperia, Victoria, DKW, Tornax und TrumpfAss. Direkt exotisch hingegen waren die zwei schmucken Condors, die von Anny und Christian Meier aus der Schweiz in die Kaiserstadt gebracht wurden.


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Auffällig ist, dass selbst in Fachkreisen eher unbekannte französische und belgische Marken den meist dominierenden Briten in Bad Ischl den Rang ablaufen. So ritterten heuer Soyer, Alcyon, Aiglon, Peugeot, Le Grimpeur, Marc Marin, New Map, Gnome Rhone, Favor, Monet Goyon, FN, Sarolea oder Bovy gegen AJS, James, Ariel, Triumph, Douglas, Zenith, Clyno, Dunelt und BSA. Auffällig wie immer die amerikanischen Dickschiffe der Marken Indian, Excelsior und Ace (nein, es war keine Harley Davidson dabei).

Alle diese Marken starteten – nachdem sie am Vormittag schon eine acht Kilometer lange Ausfahrt absolviert hatten – am Nachmittag zur Stadtrunde auf einem gesperrten Kurs durch die Fußgängerzone der Kaiserstadt Bad Ischl. Diesmal geteilt in zwei Gruppen, zuerst die ganz uralten, dann die etwas weniger betagten, bis Baujahr 1929 eben. Alle Piloten konnten ihre Begeisterung mit zahlreichen Zuschauern teilen, die aufgrund der milden Temperaturen sogar Stühle und Bänke aus den Gastronomiebetrieben direkt an den Straßenrand geschleppt und dort ihre eigenen Tribünen improvisiert hatten.


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ImageAm Sonntag hat das Schönwetter dann nicht nur angehalten, sondern die Temperaturen sind noch einige Grad nach oben geklettert, deutlich über die 20er Grenze. Dem Umstand verdanken es die Veranstalter, dass sich sage und schreibe 60 rare historische Motorräder und 4 Automobile auf den Weg gemacht haben, um in einem sonnigen Gastgarten mit toller Ausssicht auf den Wolfgangsee das Wochenende bei Benzingesprächen ausklingen zu lassen.

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