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Mittwoch, 18. September 2019
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Geschrieben von Gernot Kronberger   

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Die 19. Südsteiermark Classic, ein Synonym für Sportlichkeit, landschaftliche Einmaligkeit, Geselligkeit und kulinarischen Genuss.

„Hier sollte man mindestens einmal dabei gewesen sein, damit man weiß, was ein Veranstalter bieten kann. Denn hier wird alles geboten, was eine Classic Rallye ausmacht“, so ein langjähriger Teilnehmer der Südsteiermark Classic. Ein vom Veranstalter-Duo Ulli und Hasi Haselwander über die Jahre perfektioniertes und stets modernisiertes Gesamtkonzept erfreut die knapp 160 Teams aus acht Nationen. Klassik, Nostalgie und einzigartige Kulinarik, verbunden mit sportlichem Ehrgeiz, Exklusivität und Begeisterung, das sind die Ingredienzien, welche alljährlich zum Start in die Oldtimer-Saison nach Gamlitz, dem Herzen der Südsteiermark, locken.


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Anders als bei anderen professionellen Veranstaltern sind die Autos die „Promis“; sie stehen im Mittelpunkt, sie haben Vergangenheit und erzählen Geschichten. Und die Teams bekommen die stilvolle Gelegenheit, in einzigartigen Rahmen ihre Pretiosen zu genießen. Eine Startplatzgarantie für Fahrzeuge vor 1950 und speziell auf die verschiedenen Baujahre abgestimmten Sollzeiten und Schnitte in den Sonderprüfungen erklären den Nummer-1-Status der Südsteiermark Classic auf diesem Sektor. Gleichzeitig wird der Nachwuchs mit dem „Next Generation Award“ gefördert, eine Sonderwertung für Lenker und Lenkerinnen bis zum 35. Lebensjahr, welche sich bereits im zweiten Jahr starken Zuspruchs erfreut. Diese Popularität erklärt auch das engagierte Auftreten von Skoda als Fahrzeugpartner. Die Pforten des Werksmuseums in Mlada Boleslav werden nicht nur weit geöffnet und ein Laurin & Klement BSC aus 1908 im Festzelt den staunenden Teilnehmern präsentiert, Vorstand Micheal Oeljeklaus lässt es sich nicht nehmen, einen Skoda Octavia 1200 TS aus 1961 auf der Südsteiermark Classic zu pilotieren. Zwei Tage Fahrspaß, Genuss und sportliche Herausforderung warten auf die Teilnehmer. Wenige Kilometer nach Gamlitz gilt es am ÖAMTC-Gelände in Lebring, die erste Sonderprüfung zu meistern. Über den gesperrten Rechberg, mit speziell für die jüngeren Baujahre bis 1972 sportlichen Sollzeiten, geht es zum größten zusammenhängenden Almengebiet Europas, der Teichalm. Der Ausblick in die Oststeiermark wird nur vom Geschmack von Kaiserschmarren und Sterz mit Schwammerlsauce in der Latschenhütte übertroffen. Wieder im Tal erfreut die blühende Apfelstraße die Teilnehmer. Nach einem kulinarisch unvergleichlichen Mittagsbuffet im Schloss Obermayerhofen führt die kurvenreiche Strecke, teilweise mit Sonderprüfungen auf gesperrten Strecken, wie die Bergrallyes Lödersdorf und Obergnas, über die Schlösserstraße und das Vulkanland zurück nach Gamlitz, wo beim „Steirerabend“ mit Benzingeflüster die ersten Sieger gekürt werden.


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Der zweite Fahrtag kann als der ultimative Reiseführer durch die südsteirischen Weinberge bezeichnet werden: kleine verwinkelte Straßen quer durch die Weinberge, Kernöl-Eierspeis bei der Ölmühle Hartlieb in Heimschuh, die Römerstraße nach Kitzeck, Passierkontrollen bei renommierten Weingütern und dazwischen die Bergpreise Kreuzberg, Kitzeck und Platschberg. Diese, sowie alle anderen Timing-Prüfungen auf gesperrten Strecken, garantieren Spannung pur und erweisen sich als besonders tückisch. Neben der Soll-Zeit gilt es am Ziel-Lichtschranken eine exakte, aber zum Rest der Prüfung differierende „Korridor-Geschwindigkeit“ einzuhalten. Mit den vorgeschriebenen rein mechanischen Hilfsmitteln, also analogen Uhren und Wegstreckenmesser, eine kniffelige Übung, welche viel Gefühl und Disziplin erfordert, will man sein Strafpunkte-Konto nicht übermäßig belasten. Der krönende Abschluss, der „Welsch-Grand-Prix“ im Zentrum von Gamlitz macht hier keine Ausnahme und lässt die 19. Südsteiermark Classik als gelungenes Fest ausklingen.


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Die zufrieden lächelnden Gesichter beim Gala-Abend im Festzelt lassen den Spaß und die Freude der Teilnehmer nur erahnen. Sanfte Hügellandschaften, unzählige Kurven und wildromantische Streckenführung waren ständige Begleiter auf dieser Genussreise. Es gibt mit den Weinen von mehr als 30 Top-Winzern viel zu feiern, ganz nebenbei auch die Gesamtsieger: Die Vorkriegs-Wertung können Florian und Marlene Kunz (Morgan Threewheeler SS) für sich entscheiden, bei den Nachkriegs-Fahrzeugen stehen Karsten und Monika Wohlenberg (Porsche 365 BT5) ganz oben auf dem Podest. Den „Next Generation Award“ erringt das charmante Damen-Team Margarita und Magdalena Voglar (Alfa Romeo Giulia TI). Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf den 23.–25. April 2020, dem 20-Jahre-Jubiläum der Südsteiermark Classic, dem Synonym für Sportlichkeit, Fahrspaß und kulinarischen Genuss.

Photos: Johann Zugschwert, Veranstalter

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