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Samstag, 14. Dezember 2019
Wiener Geschichten … Drucken E-Mail
Geschrieben von Rudolf Bromberger   

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Wenn vor dem Rathaus die Walzertakte leiser werden, die Tanzpaare den roten Teppich verlassen, heißt es – seit mehr als 20 Jahren – „start your engines“ – und die Vienna Classic Days dokumentieren ganz klar: Oldtimer finden Stadt.

Mittlerweile kommen Teilnehmer aus ganz Europa zu dieser Kultveranstaltung. Über 220 Fahrzeuge präsentieren automobile Kulturgüter aller Epochen und Marken. Bekannte Fahrzeuge und längst vergessene Typen, in der eindrucksvollen Kulisse einer Stadt wie Wien, was will man mehr!

Sensationell, was die Veranstalter jedes Jahr hier auf die Beine stellen, mit der Sympathie und Gastfreundschaft der Stadt Wien, aber ohne Subvention. Gerade deshalb ist das Nenngeld erfreulich niedrig und mit der Kalkulationsvariante, je älter das Auto, umso geringer das Nenngeld, zeigt sich eine hohe Wertschätzung gegenüber den „Alten“. Bravo!


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Bravo auch für die Aktion, junge Leute zahlen halbes Nenngeld, das zeigt einmal mehr Herz, Verständnis und Liebe für die Szene.

Eindrucksvoll auch das umfangreiche Programm für die Teilnehmer. Mit viel Gefühl werden traditionelle und geliebte Aktionen beibehalten, charmant gemischt mit immer wieder neuen Ideen und Überraschungen. Das macht die Vienna Classic Days auch für die oft langjährigen „Wiederholungstäter“ Jahr für Jahr attraktiv.


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Der Samstag mit der Höhenstraße findet Beliebtheit, vor allem, wenn als Belohnung für diese Herausforderung mit vier Sonderprüfungen, die Gastfreundschaft der Magistratsabteilung 48 in der Donaustadt „lockt und verführt“. Wer bei MA 48 an Müll, Straßenreinigung und Abfall denkt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Eine Grillparty im Grünen! Sind hier schon die Nockberge? Nein, die MA 48! Sanfte grüne Hügel, Ziegen, Gänse, Fischteich, mitten im Grün, umgeben von schattenspendenden Bäumen, gemütlich mit Liegestühlen, Sitzbänken und Erholungsoasen. Grillen der perfekten Art, so viel an Köstlichkeiten, von rustikal, gschmackig bis zu vegan. Süßes in jeder Menge und so freundliche Leute im Einsatz. Hurra, wir kommen gerne wieder!

Manch Teilnehmer ignoriert die erforderliche, richtige Startzeit, lieber mehr an Kalorien und auch noch ein paar Strafpunkte, als diesen Traumplatz verlassen. „Ja, und zusammenessen muss man ja auch alles“, hat schon Oma gesagt. Die anschließende „Beag“-Prüfung mit vollem Magen holt die Teilnehmer zurück aus dem Paradies, das Spiel mit den Stopp-Uhren ist angesagt.


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Höhepunkt – Jahr für Jahr – die Parade auf der Wiener Ringstraße. Unter dem Applaus von rund 20.000 Zuschauern geht es zwei Runden um den kaiserlichen Prachtboulevard. Das weckt Emotionen in den Fahrzeugen und erst recht am Straßenrand. Erinnerungen werden wach, alte Zeiten sind in den Gedanken und die Begeisterung findet kein Ende.

Gemütlich klingt der Abend im Schloss Neugebäude aus. Gute Musik, passend zu den Oldies, die rund um das Schloss präsent sind, kulinarische Schmankerl und viel Zeit zum Benzintratsch.

Sonntag Morgen, der Wettergott hat sich scheinbar nicht auf die Vienna Classic Days vorbereitet, aber doch noch rechtzeitig erinnert. Mit dem Start vor dem Rathaus kommt nicht nur die Oldtimer-Freude, sondern auch die Sonne.


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Die Wiener Innenstadt wird diesmal am Sonntag erobert. Harmonisch fügen sich die Oldtimer in die aktive Fiaker-Szenerie, die Zwischenstopps sind willkommene Hot-Spots, auch für die Zuschauer und die Prachtbauten samt Oldies häufige Photomotive.

Bei prächtigem Wetter kann das ebenfalls schon traditionelle Oldtimer-Picknick stattfinden. Relax ist angesagt und die Teilnehmer sind happy. Schmankerl aus der heimatlichen Küche, aber auch aus Bella Italia, Bier von Salmbräu oder Cocktails in der Chill-Lounge, für jeden das Richtige und die Stimmung ist einfach „urgut“.

Neu, aber eine gute Sache: Das Finale mit Show, Tanz und Siegerehrung gleich anschließend beim Donauturm, im neuen Lokal, das sich als optimaler Partner für ein nettes Finale zeigt.


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Neu auch der Wertungsmodus, neben Gesamt- und Epochensieger wird jede einzelne Zeitprüfung extra bewertet. Damit haben, wie bewiesen, auch andere, die nicht permanent „Profi-Uhren-Drücker“ sind, gute Chancen auf einen Pokal. Jedes Team hat auch – mit sehr viel Freude – Erinnerungsmedaillen erhalten.

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