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Mittwoch, 17. August 2022
Irgendwann bin ich dann dort … Drucken E-Mail
Geschrieben von Werner Fessl   

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Werner Fessl fuhr die Tour de Peloponnese 2019: Bevor ein Abenteuer ein Abenteuer wird, muss ein Traum in Erfüllung gehen. Mein Traum war es seit langer Zeit, einmal die Rallye Acropolis für Historische Fahrzeuge zu bestreiten.

Oftmals war ich im Urlaub in Griechenland und wollte immer diese Herausforderung annehmen. Die Enttäuschung war groß, als die Rally vor einigen Jahren aus dem Kalender gestrichen wurde, aus welchen Gründen auch immer. Mein Traum rührt von Fotos und Reiseberichten der Acropolis Rallye aus den 70er- und 80er-Jahren mit Fahrzeugen wie Ford Escort, BMW, Datsun 240Z, Porsche 911, die gibt’s immer noch unverändert, Fiat 124 rallye und Fiat 131 Abarth. Alte Fotos und Filme von Zwischenhalten und Servicepunkten mit den Rallyestars in offenen Tavernen bei griechischen Speisen wie Souvlaki, Zsaziki und Retsina-Weinen (alkoholfrei), im Hintergrund die Rallyefahrzeuge und das tiefblaue Meer sind mir in guter Erinnerung. Man hört förmlich den wehmütigen Klang der Bouzouki und die Takte des Sirtaki.


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Im Oktober 2019 war es soweit Es gibt eine Nachfolgerallye, es gibt interessierte Teilnehmerteams und einen grandiosen Veranstalter, der sich sehr gut um das Wohl der Teilnehmer auch abseits der Rallye kümmerte. Wenn dafür Sterne zu vergeben wären, so durchwegs 5 Sterne für Hotel, Organisation, Streckenauswahl und Programmzusammenstellung.
Sieben Teams aus Österreich reisten mittels Autotransporter und Flugzeug an. Zwei weitere Teams aus Österreich wählten den Wasserweg über Ancona und Patras. Ein kleines Problem, vom Flugplatz bis zum Startort waren es ca. 220 km. Ein Shuttleservice regelte auch das einwandfrei und wir konnten am Startort in Kyllini, im Westen der Insel, unsere Boliden übernehmen.

Die erste Etappe von Kyllini führte uns über Olympia (ja DAS Olympia) mit den historischen Anlagen nach Kalamata. 226 km zum Eingewöhnen.


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Tag 2 Von Kalamata 123 km bis Marmari ins Marmari Paradise Hotel. Keine endlose Etappe mit lockeren Pausen in Tavernen und Rastplätzen. Immer begleitet von der griechischen Mythologie. Nahe Cape Matapan soll sich Hades, Gott der Hölle und Poseidon, Bruder des Zeus und Gott des Meeres aufgehalten haben. Wir logierten im Paradise Hotel und haben davon nichts bemerkt.
Tag 3 Das perfekte Roadbook von Marmari nach Monemvasia führte uns entlang einer neuen Küstenstraße, die noch nicht im von mir neu gekauften Plan eingezeichnet war. Natürlich wurden die Etappen durch Regularity Tests spannend gemacht.
Die Schnittgeschwindigkeiten lagen immer zwischen 35 und 50 km/h. Das Etappenziel Monemvasia liegt auf einer kleinen Insel und ist über eine 200 m lange Brücke zu erreichen. Das kleine Örtchen mit engen Gassen, 100 m über dem Meer gelegen, bietet romantische Plätzchen zum Verweilen.


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Tag 4 Nur schwer konnten wir uns von diesem Ort trennen. Doch es ging weiter nach Mystras, nahe dem historischen Sparta gelegen. Auf überschaubaren 190 km passierten wir einige Pässe und hätten uns gerne eine Servolenkung in unseren Fahrzeugen gewünscht. Dafür wurden wir im Mystras Grand Palace Resort & Spa verwöhnt.

Tag 5 Von Mystras nach Nafplio einem Etappenziel mit Häusern in traditionellem Stil mit venezianischem Einfluss. Das Hotel am Berg gibt einen herrlichen Überblick über die Stadt.
Als Besonderheit wurde eine Nachtetappe nach Argos angekündigt. Im Zentrum von Argos war dann der sportliche Teil der Veranstaltung zu Ende.

Tag 6 Eine Rolleretappe Richtung Athen. Auf einem Autobahnparkplatz trafen wir mit dem Transporter zusammen, verluden die Autos und konnten uns ganz der Siegesfeier widmen. Im Yachtclub von Athen, einer würdigen Location, fand die Preisverleihung statt.



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Resultate


55 Teams aus Holland, Deutschland, Italien, England, Belgien, den USA, Österreich und Griechenland kämpften um die Vermeidung von Strafpunkten. Bei sehr guten Einzelleistungen belegten die österreichischen Teams die ersten drei Plätze der Teamwertung.                                                              

1. Van Zanten/Keijser NL/NL     Peugeot 504 Coupé         Punkte gesamt  30,24
2. Crucifix/Iatrides NL/GR      Porsche 911     32,30
3. Panis/Bürger A/BRD   BMW 328 40,56
4. Artacker/Wastl A/A   Alfa Romeo Spider Veloce                43,20
5. Mischka/Mischka      A/A Lancia Fulvia 1,6 HF                46,86   

Teamwertung


Austria 3:      Mischka/Mischka    Lancia Fulvia 1,6 HF         355,97
        Erfurth/Erfurth Volvo 122 S
        Putz/Gottardi   BMW 3,0 CSI
Austria 1:      Artacker/Wastl  Alfa Romeo Spider Veloce                644,79
        Mlcoch/Steidler Triumph TR6
        Rienhoff/Rienhoff       Jaguar E-Type
Austria 2:      Panis/Bürger    BMW 328                 833,42
        Huber/Heller    BMW 3,0 S
        Fessl/Walla     Fiat 131 Abarth



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Photos: Werner Fessl, John Kouskoutis

 
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